Zu einer Schrumpfung des Arbeitsmarktes 2012-10-12

Schnellschätzungen der Beschäftigung - Zweites Quartal 2012

Die verschlimmernde Wirtschaftslage hat dazu geführt, dass das Wachstum der Beschäftigung während des ersten Halbjahrs von 2012 nahezu ganz zum Erliegen gekommen ist. Die Zahl der Arbeitsstellen am 30. Juni 2012 hat sogar um 0,4% im Vergleich zur Lage am 30. Juni 2011 abgenommen. Der Rückgang tritt innerhalb der drei großen Segmente des Arbeitsmarktes, "Industrie und Baugewerbe" (-0,6% an Arbeitsplätzen), "Kommerzielle Dienstleistung" (-0,5%) und "Nichtkommerzielle Dienstleistung" (+0,0%) ein.
Die Entwicklung des Arbeitsvolumens in Vollzeitäquivalenten auf Jahresbasis kennt noch einen leichten positiven Wert (+0,3%). Im Sektor “Industrie und Baugewerbe” gibt es gleichlaufend mit dem Rückgang der Arbeitsplätze auch noch eine Senkung des Arbeitsvolumens (-0,5%). In den Wirtschaftsbereichen der "Kommerziellen Dienstleistung" und der "Nichtkommerziellen Dienstleistung" wächst das Arbeitsvolumen in Vollzeitäquivalenten jedoch um beziehungsweise 0,5% und 0,8%.
Die verschlimmernde Konjunktur wird durch einen noch stärkeren Rückgang der Beschäftigung im Sektor der Zeitarbeit gekennzeichnet. Dieser Sektor kennt im zweiten Quartal 2012 einen Rückgang im Bereich des Arbeitsvolumens um ungefähr 7,5% gegenüber dem zweiten Quartal 2011 (-9% bei den Handarbeitern, -5% bei den Angestellten).
Im Bereich der "Nichtkommerziellen Dienstleistung" gibt es eine Senkung der Beschäftigung innerhalb des Sektors “Öffentliche Verwaltung” und ist das Wachstum in den sonstigen Untersektoren weniger stark als in den vorhergehenden Jahren. Dies ist unter andern der Fall im Sektor der Dienstscheck-Aktivitäten (+6% an Arbeitsplätzen, +10% an Arbeitsvolumen). Der Sektor “ Gesundheits- und Sozialwesen” wird noch durch ein stabiles Wachstum in Höhe von beinahe 2% gekennzeichnet.
Durch die Reform im Rahmen von Capelo wird es jedoch schwierig, ein deutliches Bild über die Beschäftigungsentwicklung im öffentlichen Sektor und im Unterrichtswesen zu bekommen.

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