Beschäftigungsbarometer – April 2020 2020-05-29

Wie viele Personen waren im April 2020 beschäftigt?

Beschäftigte Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der im April 2020 beschäftigten Arbeitnehmer belief sich auf 4.028.647, was eine Abnahme um etwa 29.900 Einheiten im Vergleich zum Monat April 2020 bedeutet (-0,7%). Dies ist die unmittelbare Folge der Corona-Krise, die am 18. März 2020 angefangen hat. Zur Erinnerung wird darauf hingewiesen, dass die vorübergehend arbeitslosen Arbeitnehmer weiterhin in den Beschäftigungszahlen enthalten sind und demnach nicht von der oben erwähnten Abnahme betroffen sind. Die durch den Barometer ermittelten Auswirkungen der Krise betreffen vor allem die Aufhebung / Nichtverlängerung der (besonders) befristeten Verträge (Zeitarbeitskräfte, Verträge des Flexi-Extra-Typs).

Männer und Frauen

Die Verringerung des Beschäftigungsniveaus ist bei Männern höher (-1,1%) als bei Frauen (-0,3%).

Altersgruppen

Die Entwicklung der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer ist nicht ausschließlich das Ergebnis der Arbeitsbeschaffung oder des Arbeitsplatzverlustes für die Arbeitnehmer einer bestimmten Altersgruppe aber ist gleichfalls von der Entwicklung der Bevölkerung dieser Altersgruppe abhängig.

  • Die Zahl der jungen Arbeitnehmer (< 25 Jahre)  ist im Vergleich zum letzten Jahr (-7,3%) erheblich zurückgegangen.
  • In der Alterskategorie der 25- bis 39-Jährigen ist die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Personen im Vergleich zum Monat April 2019 zurückgegangen  (-1,6%).
  • In der Alterskategorie der  40- bis  49-Jährigen wurde eine Abnahme in einem Jahr (-0,9%) der durchschnittlichen Zahl der beschäftigten Personen festgestellt.
  • Die Alterskategorie der Arbeitnehmer zwischen 50 und 64 Jahren scheint am wenigsten von der Corona-Krise betroffen zu sein. Es wird ein Wachstum in Höhe von 2% im Vergleich zum Jahre 2019 festgestellt, was ein wenig geringer als vor einem Monat (+2,8%) ist. Dies ist durch die Tatsache zu erklären, dass die Auswirkungen auf die Zahl der Arbeitnehmer vor allem die Verträge für Zeitarbeitskräfte, die Extra – oder Flexi-Verträge betreffen und diese gibt es weniger in dieser Alterskategorie. 

Wohnsitz

Auf Jahresbasis ist die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer in den drei Regionen zurückgegangen. Diese Senkung war am geringsten für die Einwohner der Brüsseler Region (-0,2%) und erreichte für die wallonischen (-0,7%) und flämischen (+0,8%) Arbeitnehmer fast gleiche Niveaus.

Folgen der Coronakrise und der Beschäftigungsbarometer

Wegen der Coronakrise mussten zahlreiche Unternehmen ihre Aktivitäten beenden oder stark verringern. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf Ihre Nachfrage nach Arbeitskräften und ist deutlich in diesem Beschäftigungsbarometer, dessen vorgestellte Zahlen den Zeitraum vom 19. März 2020 bis zum 22. April 2020 decken, sichtbar.

Die Zahlen des Beschäftigungsbarometers stützen sich auf die Dimona-Meldung, die der Arbeitgeber bei jedem Diensteintritt und Dienstaustritt eines Arbeitnehmers vornimmt. Wie hier oben angegeben,  beeinflusst dies was in diesem Beschäftigungsbarometer eingeschlossen ist oder nicht.

  • Die wichtigste Maßnahme zur Reduzierung des Arbeitsvolumens ist die zeitweilige Arbeitslosigkeit.
    Diese Maßnahme beinhaltet, dass die Arbeitnehmer vorübergehend wenig bzw. keine Arbeit verrichten, während sie ein Zusatzeinkommen vom LfA erhalten.
    Da der Arbeitnehmer weiterhin in den Personalbestand aufgeführt wird, wird keine Dimona OUT-Meldung registriert.
    Deshalb ist es UNMÖGLICH, über DIMONA die Anzahl der zeitweilig arbeitslosen Personen sowie die Anzahl Tage zeitweiliger Arbeitslosigkeit einzuschätzen.
  • Eine weitere Folge des Rückgangs der Wirtschaftstätigkeit ist die Aufhebung bzw. Nichtverlängerung von (besonders) befristeten Verträgen (wie diejenigen für Zeitarbeiter, Verträge des Typs Flexi – Extra). Dieser Effekt ist für diese Arbeitnehmer in diesem Bericht sichtbar, denn keine oder viel weniger neue Verträge werden gemeldet werden.
  • Außerdem wird die Anzahl Arbeitnehmer während dieser Zeit verminderter Aktivität in zahlreichen Sektoren senken, einerseits aufgrund eines möglichen Anstiegs der Dienstaustritte und andererseits wegen einer geringeren Anzahl neuer Arbeitnehmer. Im Prinzip sind diese Auswirkungen via Dimona ebenfalls sichtbar. Jedoch sind die tatsächlichen Auswirkungen auf die Beschäftigung schwerer zu bestimmen, weil Dimona keine Daten über die Natur des Arbeitsvertrags (befristeter oder unbefristeter Vertrag) und die Art der Leistungen (Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung) zur Verfügung stellt.

Nähere Informationen

Im Monatsbarometer der Arbeit im Lohnverhältnis  sind detailliertere Zahlenangaben und Erläuterungen über die angewandte Methodik verfügbar.

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